Wartung und Pflege_2

Wartung + Pflege = Sicherheit

Es mag auf den ersten Blick seltsam klingen, dass ein Dach auch Pflege braucht. Bedenkt man aber, dass es jener Bauteil eines Hauses ist, der die meisten witterungsbedingten Strapazen aushalten muss, dann wird es schon logischer.

Sie haben dadurch:

  • eine längere Lebensdauer
  • mehr Rechtssicherheit
  • einen höheren Werterhalt
  • Sicherheit durch regelmäßige Prüfung

Allgemeine Hinweise für Wartung und Pflege

Das Dach ist eines der am stärksten beanspruchten Bauteile schlechthin. Da es nicht so sehr im direkten Blickfeld des Betrachters liegt, wird es fälschlicherweise in der Wartung und Pflege leider oft vernachlässigt. Dies kann zu hohen Kosten führen, da kleine Lecks nicht sofort Schäden im Haus anrichten, sondern meist erst nach längerer Zeit sichtbar werden.

Welcher Art sind die Einwirkungen auf das Dach?

Jedes Material das auf Dächern verwendet wird, also Ziegel, Folien, Wellplatten und Abdichtungsbahnen, unterliegen einem verstärkten Alterungsprozess. Schuld daran sind:

  • die Sonnenbestrahlung,
  • witterungsbedingte Temperaturschwankungen,
  • chemische Umwelteinflüsse (Rauch, Abgase, saures Wasser)
  • biologische Einflüsse wie Mikroorganismen in Schmutzablagerungen,
  • Algen-, Moos- und Pflanzenbewuchs,
  • bauphysikalische Beanspruchungen wie Spannungen durch Temperaturwechsel.

Der kluge Hausbesitzer beugt daher vor und sichert sich durch Wartung und Pflege eine lange Lebensdauer des fachgerecht ausgeführten Daches. Die eingesetzten Materialien sind unterschiedlich widerstandsfähig. Einige altern schneller, und sind weniger widerstandsfähig gegen Bewuchs, UV-Strahlen und mechanische Belastungen, andere Dachmaterialien neigen zu Schrumpfung usw.

Worauf ist zu achten?

Beim Steildach kann es durch Windangriff, Erschütterungen, Bewegungen des Baukörpers, zu Lockerungen in der Befestigung der Dacheindeckung (Dachziegel, Dachplatten, Wellplatten) kommen. Temperaturwechsel (Frost-Tau-Wechsel im Winter, Kälteschock in anderen Jahreszeiten) greifen die Oberfläche an, aber auch das Material in der Substanz mit der Folge möglicher Rissbildung und Frostabsprengungen. Die Mörtelarbeiten werden brüchig und somit kann Wasser, Eis, Flugschnee, Schmutz und Flugsamen eindringen und z.B. Korrosion verursachen, dazu kann Holz langsam zersetzt werden. Verstopfungen durch Laub führen zum Wasserrückstau. Anschlüsse an Dachdurchdringungen und angrenzenden Baukörpern sowie Abschlüsse an Dachrändern, werden in ihrer Dichtheit ebenso beeinträchtigt wie Nähte in der Fläche der Dachhaut aus Dachbahnen und über Bewegungsfugen.

Von der regelmäßigen Inspektion zur Wartung und Pflege

Dacheindeckungen und Dachabdichtungen sollten mit all ihren Bestandteilen regelmäßig überprüft werden. Hier ist eine fachmännische Dachkontrolle sehr zu empfehlen. Ein Inspektions- oder Wartungsvertrag mit einer Dachdecker bzw. Bauwerksabdichter gibt Ihnen echte Sicherheit und lässt Sie ruhig schlafen.

Insbesondere folgende Arbeiten sollten stets ausgeführt werden:

  • Reinigen von Dachrinnen und sonstigen Entwässerungsteilen wie Dachgullys.
  • Das  Entfernen von groben Schmutzablagerungen auf der Fläche und insbesondere in Ecken und Kanten.
  • Säubern von Kiesschüttungen, insbesondere von Pflanzenbewuchs und groben Schmutzablagerungen auf z.B. auf Faserzementplatten und Ziegel.
  • Überprüfen der An- und Abschlüsse und von Einbauteilen. Streichen von Metallteilen (Rostschutz).
  • Auswechseln schadhafter Dachmaterialien. Pflege von Oberflächenschutz  bei Dachbahnen, ausbessern von losem Mörtel u.ä.
  • Überprüfen von Holz auf Schädlings- und Fäulnisbefall.
  • Nachsehen der Nähte im Flachdach Besichtigen und Reinigen von Lichtkuppeln und sonstigen Belichtungselementen, die jährliche Überprüfung von Sicherungen (z.B. Anschlagpunkte, Schneefanggittern und anderen Einbauteilen.
  • Übrigens: Auch während der Gewährleistungszeit von Bauleistungen obliegt dem Bauherrn die Pflicht zu Wartung und Pflege des Daches. Versäumt er dies, so gefährdet er damit seine evtl. Gewährleistungsansprüche